Diese Audio- bzw. Video-Datei ist urheberrechtlich geschützt. Der Zugriff ist nur in den Räumen der KIT-Bibliothek erlaubt.
Abstract:
Marcel Marx, ein früherer Literat und Möchtegern-Künstler, dessen Erfolg wohl „eher künstlerischer Art“ war, ist von Paris in die französische Hafenstadt Le Havre gezogen. Seinen Traum als Schriftsteller hat er aufgegeben; er verdient sich seinen Lebensunterhalt mehr schlecht als recht als Schuhputzer in der Nähe des Bahnhofs. Mit seinem Leben zufrieden glaubt er, der Gesellschaft auf diese Weise besser dienen zu können. Er lebt in einem kleinen Haus, wo ihm seine liebevolle Ehefrau Arletty und die Hündin Laïka zur Seite stehen. Regelmäßig sucht Marcel in Le Havre seine Stammkneipe auf. Eines Tages trifft er während seines Mittagessens zufällig auf Idrissa, der sich unter dem Pier im Wasser verschanzt hat. Der Junge aus Gabun ist illegal, in einem Container versteckt, nach Frankreich eingereist und vor den Behörden geflüchtet. Er wird von Marcel und Laika aufgenommen.
Währenddessen wird bei Arletty Krebs diagnostiziert. Sie hält ihr Wissen um ihre unheilbare Krankheit vor ihrem Ehemann geheim, da dieser trotz seines fortgeschrittenen Alters nie erwachsen geworden ist und den Alltag von seiner Frau regeln lässt. Marcel hilft Idrissa trotz aller Widerstände dabei, nach London zu gelangen, wo seine Mutter lebt. ... mehrUnterstützt wird er von seiner solidarischen Nachbarschaft, die unter anderem aus dem örtlichen, ihm ansonsten nicht sehr wohlgesinnten Gemüsehändler, der Bäckerin Yvette sowie dem Sänger Roberto Piazza („Little Bob“) besteht. Dieser gibt im Auftrag von Marcel ein Wohltätigkeitskonzert für Idrissa, um die Schlepper bezahlen zu können. Auch der nach dem Jungen fahndende Kommissar Monet setzt sich am Ende für Idrissa ein. Als er ihn in seinem Versteck auf einem Fischerboot bemerkt, hindert er seine Kollegen an der Durchsuchung des Bootes.
Marcels bettlägerige Frau erholt sich derweilen bei ihrem Krankenhausaufenthalt wie durch ein Wunder von ihrem schweren Leiden.