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Das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit (Prof. Dr. Sabine Döring)

Döring, Sabine [Beteiligte*r]

Abstract:

In ihrem Vortrag beleuchtete die Philosophin Prof. Dr. Sabine Döring vom Philosophischen Seminar der Universität Tübingen das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit: Einerseits scheint es geboten, wissenschaftliches Arbeiten an moralischen Kriterien auszurichten; andererseits kann genau dies dazu führen, dass epistemische Standards – also Maßstäbe für Wahrheit und Erkenntnis – normativ überformt und in ihrem Kern verändert werden. Die Folge wäre eine Gefährdung der Integrität wissenschaftlicher Erkenntnisprozesse. Der Vortrag zeigt auf, dass der Freiheitsbegriff selbst zwei zentrale normative Dimensionen umfasst: epistemische Gerechtigkeit als Teilhabe aller potenziell Erkennenden am wissenschaftlichen Diskurs und epistemische Offenheit als die Freiheit, ohne Furcht oder Gefälligkeit die Wahrheit zu sagen.

Der Vortrag von Prof. Dr. Sabine Döring fand am 11. Juni 2026 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) statt. Er ist Teil der Vortragsreihe des Colloquium Fundamentale mit dem Titel „Mit erhobenem Zeigefinger? Wenn Moral den Diskurs bestimmt“, die vom Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM) organisiert wird.


Zugehörige Institution(en) am KIT Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM)
Publikationstyp Audio & Video
Publikationsdatum 15.07.2026
Erstellungsdatum 11.06.2026
Sprache Deutsch
DOI 10.5445/IR/1000195297
Identifikator KITopen-ID: 1000195297
Lizenz KITopen-Lizenz
Serie Colloquium Fundamentale SS 2026: Mit erhobenem Zeigefinger? Wenn Moral den Diskurs bestimmt
Folge 2
KIT – Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft
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