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Hybride Krisenkommunikation : Grundfunktionen multimodaler Pandemiekommunikation und ihre Wirksamkeit

Bucher, Hans-Jürgen 1; Boy, Bettina; Mayer, Johanne 1
1 Institut für Technikzukünfte (ITZ), Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Abstract:

Ausgehend von den hybriden Anforderungen an die Behördenkommunikation während der COVID-19-Pandemie untersucht der Beitrag mit einer Rezeptionsstudie die Wirksamkeit verschiedener Kommunikationsstrategien auf Instagram und YouTube. Grundlage ist ein Funktionsmodell der Krisen- und Risikokommunikation, das fünf Grundfunktionen unterscheidet: Informieren, Erklären, Mobilisieren, Emotionalisieren und Interagieren. Die Rezeptionsbefunde belegen, dass jede von ihnen einen spezifischen Beitrag zu den drei Wirkungsdimensionen der Pandemiekommunikation leisten kann: der epistemischen, der performativen und der emotionalen Dimension. Am effektivsten im Hinblick auf die Vermittlung eines Krisenbewusstseins erweisen sich Erklärbeiträge, während Informationsbeiträge die Vermittlung von Pandemiewissen nur eingeschränkt leisten. Bei der Gestaltung der Social-Media-Beiträge in der Pandemie erweist sich die Personalisierung als effektivster Faktor. Als Maßstab für eine Evaluierung der Behördenkommunikation in der Pandemie belegen die Rezeptionsbefunde, dass die einseitige Ausnutzung des funktionalen Spektrums zugunsten des Informierens die Wirksamkeit der Behördenkommunikation beschränkt.


Originalveröffentlichung
DOI: 10.1007/978-3-658-47239-9_35-1
Zugehörige Institution(en) am KIT Institut für Technikzukünfte (ITZ)
Publikationstyp Buchaufsatz
Publikationsjahr 2026
Sprache Deutsch
Identifikator ISBN: 978-3-658-47239-9
KITopen-ID: 1000196474
Erschienen in Handbuch Krisenkommunikation in der Pandemie. Hrsg.: F. Brand
Verlag Springer Fachmedien Wiesbaden
Seiten 1–31
Vorab online veröffentlicht am 20.08.2026
Nachgewiesen in OpenAlex
KIT – Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft
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