Abstract:
Zum Abschluss der Frühlingsakademie Nachhaltigkeit 2026 am KIT fand eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Kreislaufwirtschaft: Wunschdenken oder Zukunft der Wertschöpfung?“ statt.
Digitale Produktpässe, neue Geschäftsmodelle und modulare Designs gelten als zentrale Bausteine einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Dennoch zeigt sich in aktuellen Debatten, dass rund 90 % der Aufmerksamkeit weiterhin auf das Recycling fokussiert ist – ein Ansatz, der zwar Verluste reduziert, aber kaum echte Wertschöpfung schafft. Warum gelingt es bislang nicht, Produkte so zu gestalten und zu nutzen, dass Reparierbarkeit, längere Lebenszyklen und datenbasierte Services zum Standard werden? Wie kann regionale Zirkularität gestärkt werden, um Importe zu verringern und lokale Wertschöpfungsketten zu fördern? Und welche Rolle spielen politische Rahmenbedingungen, wenn zugleich Branchen wie die Automobilindustrie oder Smartphone‑Hersteller aus Gründen der Performance zunehmend auf Modularität verzichten?
Moderation:
Martin Besinger (SWR)
Es diskutierten:
Dr. Michael Dieterle (Entwicklungsingenieur für Circularity & Product Sustainability, SEW-Eurodrive GmbH & Co KG)
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Philipp Krohn (Wirtschaftsredakteur, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Prof. Dr. Sven Matthiesen (Co-Sprecher des Sonderforschungsbereichs "Kreislauffabrik für das ewig innovative Produkt" sowie Mitglied der Institutsleitung des Institut für Produktentwicklung (IPEK), KIT)
Anna Reiners (Mitgründerin und Geschäftsführerin von Circular Black Forest gGmbH)
Die Podiumsdiskussion fand am 26. März 2026 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) statt. Sie war Teil der Projektwoche „Frühlingsakademie Nachhaltigkeit 2026: Was ist nachhaltige Kreislaufwirtschaft?".