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Meta-Kaolinit als latent-hydraulische Komponente in Kalkmörtel

Graf, Petra

Abstract:
Meta-Kaolinit bildet in Kontakt mit einer gesättigten Calciumhydroxid-Lösung die Calciumsilikathydrat-(CSH)-phasen vom Typ I, II und IV (nach DIAMOND) aus, als Calciumaluminathydrat-(CAH)-phase tritt Strätlingit auf. Die Bildung und Entwicklung der CSH- und CAH-Phasen wurde mit dem REM und am ESEM über einen Reaktionszeitraum von 145 Tagen verfolgt. Über die Entwicklung der spezifischen Oberfläche dieser Reaktionsprodukte können Aussagen über die puzzolanische Aktivität eines Stoffes gemacht werden.
Mit Meta-Kaolinit als puzzolanischem Zusatz lassen sich hydraulische Kalke herstellen, wie sie für Restaurierungsarbeiten an historischen Bauwerken oft benötigt werden. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, daß sich die unterschiedlichen Erhärtungsmechanismen des hydraulischen Kalkmörtels auf seine Eigenschaften auswirken. Je nach Erhärtungsphase des hydraulischen Kalkmörtels wirkt sich eine Änderung im Bindemittel/Zuschlag- bzw. im Bindemittel (Meta-Kaolinit und frisch gelöschter Branntkalk)-Verhältnis unterschiedlich aus. Die Mörtelmischung mit einem Zuschlag zu Bindemittel-Verhältnis von 1 zu 1 und einem Meta-Kaolinit zu Branntkalk-Verhältnis von 1 zu 1 ergibt einen Restaurierungsmörtel mit optimalen Langzeiteigenschaften.



Zugehörige Institution(en) am KIT Institut für Mineralogie und Geochemie (IMG)
Publikationstyp Hochschulschrift
Jahr 2002
Sprache Deutsch
Identifikator ISSN: 1618-2677
KITopen-ID: 5012002
Verlag Universität Karlsruhe, Karlsruhe
Serie Karlsruher mineralogische und geochemische Hefte ; 22
Abschlussart Dissertation
Fakultät Fakultät für Bio- und Geowissenschaften (Fak. f. Bio- u. Geowiss.)
Institut Institut für Mineralogie und Geochemie (IMG)
Prüfungsdaten Diss. v. 8.5.2002
KIT – Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft
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