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Post ohne Briefträger : Sinkende Briefmengen und elektronische Postdienste als Herausforderungen für die Politik

Riehm, U.; Böhle, K.

Abstract:
Das Briefaufkommen hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Gelegentlich wird schon die Befürchtung laut, dass die traditionsreiche Briefkultur bedroht sei, vor allem aber, dass bei Fortsetzung dieses Trends der Postuniversaldienst, der eine flächendeckende, allen Bürgern in gleicher Qualität zustehende Postdienstleistung garantiert, eines Tages in Frage stehen könnte. Vor diesem Hintergrund geht diese Studie der kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung sowie den unterschiedlichen Funktionen der Briefpost nach. Die Autoren untersuchen, inwieweit das Internet die Substitution von Briefen ermöglicht, und analysieren die Entwicklung des Briefaufkommens nach Regionen und Staaten sowie Absender- und Empfängergruppen. Für Deutschland halten sie bis 2020 eine Abnahme der Briefmenge zwischen 13 und 29 Prozent für wahrscheinlich. Kurzfristig ist also nicht mit einem drastischen Einbruch zu rechnen, so dass Zeit bleibt, notwendige Anpassungen zu beraten. Politische Handlungsoptionen eröffnen sich einerseits innerhalb des bestehenden europäischen Rechtsrahmens, andererseits sind aber auch gänzlich neue Regulierungsmodelle zu erörtern, die physische, elektronische sowie hybride Mitteilungsformen integrieren.


Verlagsausgabe §
DOI: 10.5445/IR/140096100
Veröffentlicht am 08.07.2021
Cover der Publikation
Zugehörige Institution(en) am KIT Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Publikationstyp Buch
Publikationsjahr 2014
Sprache Deutsch
Identifikator ISBN: 978-3-8360-8139-9
KITopen-ID: 140096100
HGF-Programm 48.01.02 (POF II, LK 01) Wissensgesellschaft
Verlag edition sigma
Umfang 168 S.
Serie Studien des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag ; 39
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